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Maha Mudra
Maha Mudra ist das wichtigste aller Mudras. Deshalb heißt es Maha Mudra ( Großes Mudra, Großer Siegel). Es wir folgendermaßen ausgeführt: 1. Mit der linken Ferse den Anus vorsichtig pressen, indem man sich auf die Ferse setzt. Das rechte Bein ausstrecken. 2. Mit beiden Händen den großen Zeh fassen und am Nagelbett pressen (der Druck regt den Blasenmeridian an (entspricht in etwa dem yogischen "Lebensnerv")). 3. Tief Einatmen und den Atem halten. 4. Das Kinn fest gegen die Brust drücken (Jalandhara Bandha). 5. Die Augen fest auf den Punkt zwischen den Augenbrauen richten (Drittes Auge, Bhrumadhya/ bhru-madhaya Drishti). 6. Diese Position so lange wie möglich halten und dann ausatmen. Das selbe zur anderen Seite hin machen. Immer erst sitzend auf der linken Ferse beginnen, dann auf die rechte wechseln.
Diese Position wird eingesetzt, um Erschöpfung, Hämorriden, Milzvergrößerung, Verdauungsbeschwerden, Verstopfung, chronische Gastritis, Fieber und viele andere Krankheiten zu behandeln, sogar Lepra. Generell wird dadurch die Lebensenergie (Prana) verstärkt.
In Verbindung mit dem spirituellen Streben nach Gott bewirkt das Maha Mudra das Loslassen des Irdischen. Man entfaltet und vervollkommnet seine innere Einstellung in Bezug auf die Hingabe an Gott: Man lernt, alles was man tust, getan hat und je tun wird alleine Gott alleine zu widmen.
Die größte Wirkung soll erreicht werden, wenn man Maha Mudra sechs Mal morgens und abends praktiziert.
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Version aus APMB
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Grundhaltung: Utthanpadasana (gestreckte Beinhaltung) Setze dich mit ausgestreckten Beinen hin. Beuge das linke Knie und presse die linke Ferse fest an den Damm oder die Vulva, den Punkt, wo sich das Müladhara Chakra befindet. Das rechte Bein bleibt ausgestreckt. Lege beide Hände auf das rechte Knie. Richte die Haltung so aus, dass sie bequem ist. Beuge dich so weit nach vorn, dass du die rechte große Zehe mit beiden Händen fassen kannst. Verharre in dieser Haltung so lange wie angenehm. Komme in die Aufrechte zurück, beide Hände liegen auf dem rechten Knie. Das ist eine Runde. Mache 3 Runden mit dem gebeugten linken Bein, 3 Runden mit dem gebeugten rechten Bein und 3 Runden mit ausgestreckten Beinen.
Maha Mudra (große psychische Haltung) Setze dich in Utthanpadasana, das rechte Bein ist ausgestreckt. Halte den Rücken gerade. Entspanne den ganzen Körper. Führe Khechari Mudra aus.
Nimm einen tiefen Atemzug. Beuge dich mit der Ausatmung nach vorn und fasse mit beiden Händen die rechte große Zehe. Halte den Kopf aufrecht und den Rücken so gerade wie möglich. Atme langsam ein, neige den Kopf leicht nach hinten. Mache Shambhavi Mudra und dann Müla Bandha.Halte den Atem an und trage die Wahrnehmung vom Augenbrauenzentrum zur Kehle und weiter zum Damm, sage dir gedanklich, 'Ajna, Vishuddhi, Müladhara'. Die Konzentration auf jedes Chakra dauert nur 1 bis 2 Sekunden.Fahre mit der Übung so lange fort, wie du den Atem bequem und ohne Anstrengung anhalten kannst. Löse Shambhavi Mudra und Müla Bandha. Atme langsam aus und kehre zur aufrechten Haltung zurück. Das ist eine Runde. Mache 3 Runden mit dem gebeugten linken Bein, 3 Runden mit dem gebeugten rechten Bein und 3 Runden mit ausgestreckten Beinen. Atem: Eine Runde besteht aus einer kompletten Ein- und Ausatmung. Je länger der Atem angehalten werden kann, desto besser, überfordere jedoch nicht deine Lungen. Der Atem wird sich im Laufe von Monaten und Jahren allmählich ausdehnen.Dauer: Wenig Geübte beginnen mit jeweils 3 Runden. Dies kann langsam bis auf höchstens 12 Runden mit jedem Bein erhöht werden. Das Zählen der Runden geschieht jeweils am Ende einer Runde, dann, wenn die Wahrnehmung im Müladhara Chakra ist.Reihenfolge: Idealerweise folgen Maha Bheda Mudra oder Tadan Kriya. Übungszeit Maha Mudra wird am besten am frühen Morgen geübt, wennder Magen noch vollkommen leer ist. Vor Meditationsübun-gen ist sie besonders empfehlenswert.Einschränkungen: Nicht geeignet bei hohem Blutdruck oder Herzbeschwerden. Maha Mudra sollte auch nicht ohne vorherige Reini-gung des Körpers ausgeführt werden. Unreinheiten durch angesammelte Gifte im Körper machen sich durch verschiedene Symptome bemerkbar, z.B. durch Hautunreinheiten. Im Hochsommer ist Maha Mudra nicht geeignet, weil sie Hitze erzeugt. Wirkungen: Maha Mudra vereint die Wirkungen von Shambhavi Mudra, Müla Bandha und Kumbhaka.
Die Verdauung wird angeregt und Unterleibsstörungen werden behoben. Der Energiekreis, der Müladhara mit Ajna Chakra verbindet, öffnet sich. Es setzt eine allgemeine Pränä-Aufladung ein, wodurch sich die Achtsamkeit intensiviert und spontane Meditation möglich wird. Durch das Lösen von Energieblockaden verschwinden auch Depressionen. Variante: Statt Utthanpadasana kann auch Siddha/Siddha Yoni Asana eingenommen werden. Setze dich in dieses Asana, die Hände in Chin oder Jnana Mudra auf den Knien. In dieser Haltung findet keine Vorwärtsbeuge statt. Übungshinweis: Shambhavi und Khechari Mudra, Müla Bandha und Kumbhaka müssen zuerst gut vertraut sein, bevor mit Maha Mudra begonnen wird. Diese Übung darf nicht ohne kompetente Führung geübt werden.
Anmerkung: Die Grundhaltung für diese Mudra ist die Raja Yoga Version von Utthanpadäsana.
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